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Reisen in Uganda und Ruanda

Flugzeug

Bei Uganda Reisen ist man meist auf das Flugzeug angewiesen. Verschiedene Chartergesellschaften bie­ten Flüge innerhalb Ugandas an (ab Entebbe), z.B. Mission Aviation Fellow­ship (MAF), Eagle Air oder Kampala Aeroclub. Die Preise sind in den letzten Jahren etwas gesunken, in Anbetracht der überschaubaren Größe des Landes ist ein Flug aber oftmals keine wesent­liche Alternative zum Landweg, von den Städten im bürgerkriegsgeplagten Norden einmal abgesehen.

Uganda Rundreisen
Reiseangebote für Uganda Reisen bietet z.B. der Spezial-Veranstalter Gorillatrekkingtours an. Wie der Name schon sagt, ist ein Schwerpunkt die Beobachtung der letzten freilebenden Berggorillas in Uganda. Aber auch im Nachbarland Ruanda werden Gorillatrekkings angeboten:

 

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Eisenbahn
Bis auf die Verbindung von Kampala nach Nairobi, die seit 1997 ausschließlich und nur sporadisch für den Frachtverkehr genutzt wird, sind im Inland inzwischen alle Linien stillgelegt.

Schiffsverkehr
Zwischen Port Bell (Uganda) und Mwanza (Tansania) bzw. Kisumu (Kenia) verkehrte auf dem Viktoriasee viele Jahre das Fährschiff MV Bukoba, bis es 1996 vor der tansanischen Küs­te mit mehr als 600 Passagieren an Bord unterging. Vorübergehend wurde der Service von Mwanza nach Port Bell dann von der durch Tanzania Railways betrieben MV Victoria wahrgenommen, bis die Verbindung wieder gänzlich eingestellt wurde. Allein die Verbindung zwischen Bukoba und Mwanza schien 2010 intakt zu sein. Am Bahnhof in Kampala oder in Port Bell erhalten Sie dazu aktuellere Auskünfte, ggf. auch telefonisch unter 0414-221336 (Port Bell Ferry Office). Es gibt derzeit funktionierende Schiffsverbindungen von Uganda nach Kenia und Tansania für den Frachtverkehr mit Uganda Railways, die auch die Mitnahme eines eigenen PKW ermöglichen (Erkundigungen unter Tel. 041-221336).
Zu den Ssese-Inseln verkehrt die moderne MV Kalangala, eine 2006 in Dienst gestellte, in Port Bell gebaute Personen- und Frachtfähre für bis zu 108 Fahrgäste, acht Fahrzeuge und 100 Tonnen Fracht, die täglich zwischen Entebbe (Landestelle Nakiwogo) und der Insel Bugala (Landestelle Luto­boka) verkehrt. Abfahrt in Bugala/Lutoboka ist täglich gegen 8 Uhr morgens, Ankunft in Entebbe/Nakiwogo gegen 11.30 Uhr. In Nakiwogo warten bereits Minibus-Matatus nach Entebbe und Kampala. Die Abfahrt von Entebbe/Nakiwogo nach Kalangala ist gegen 14 Uhr, Ankunft an der Landestelle Lutoboka gegen 17.30 Uhr.

Busse
Zahlreiche Buslinien verbinden alle Städte und Zentren Ugandas. Darüber hinaus gibt es grenzüberschreitende Busverbindungen nach Nairobi (Kenia) und Kigali (Ruanda). Busse sind den Sammeltaxis (Matatus) in jedem Falle vorzuziehen, da sie bei weitem nicht so voll gestopft und auch erheblich sicherer sind. Die ugandischen Busse sind für afrikanische Verhältnisse relativ wenig überfüllt, und der technische Zustand ist meist relativ gut. Dennoch häufte sich in den vergangenen Jahren die Zahl der schweren Busunglücke und erreichte neue Höchststände.
Besonders zu empfehlen sind die Post­busse (meist Minibusse) der Firma EMS (Express Mail Services), die von Montag bis Samstag zwischen allen grö­ßeren ugandischen Städten verkehren (Abfahrt i.d.R. um 8 Uhr morgens, Tickets an allen Postämtern einen Tag vor Abfahrt, ruhiger Fahrstil). Abfahrt ist jeweils vom Main Post Office im Stadt­zentrum. Das An- und Abladen der Post­säcke hat keine nennenswerten Zeit­einbußen zur Folge.
Busfahrten sind deutlich billiger als Matatu-Fahrten, man muss etwa 2 Euro pro 100 km rechnen. Der Fahrstil reicht von zügig bis halsbrecherisch. In der Regel gibt es fixe Abfahrtszeiten (häufig schon frühmorgens vor Sonnenaufgang). Auf den Hauptstrecken ist es sinnvoll, am Tage vorher schon ein Ti­cket an den Busstationen zu besorgen. Das Gepäck wird in den Laderäumen verstaut, selten auch aufs Dach geschnallt. Falls Sie es in der Eile versäumt haben, vor der Abfahrt genügend Proviant mitzunehmen: An allen Haltestellen werden sich Snackverkäufer (siehe „Essen und Trinken“) um ihre Gunst rei­ßen. Letzten Endes lohnen sich viele Busfahrten schon allein wegen der vielen zwischenmenschlichen Erlebnisse während der Fahrt (s.u.).

Sammeltaxis (Matatus)
Die gemeinhin als „Matatus“ bezeichneten Sammeltaxis stellen gerade auf Nebenstrecken die einzige Transportmöglichkeit für Reisende ohne eigenes Fahrzeug dar. Matatus fahren erst los, wenn sie gefüllt sind, und unterwegs wird noch munter zugeladen („Ein Matatu ist niemals voll …“). Während auf den Hauptstrecken und guten Pisten vor allem Schnelltaxis und japanische Minibusse (auf den ca. 14 Sitzplätzen drängen sich in der Regel mehr als 20 Insassen) verkehren, die häufig 100 km pro Stunde zurücklegen, sind es auf Pis­ten und unbefestigten Wegen langsamere Allrad-Pickups und Kleinlastwagen. Die Fahrpreise der Matatus liegen bei 3–3,50 Euro pro 100 km, der Fahrstil ist meist noch verwegener als bei den Bussen. Häufig versuchen Matatu-Fahrer, weißen Reisenden (wasungu) zu viel Geld abzuknöpfen. Erkundigen Sie sich deshalb vor der Bezahlung bei mehreren Fahrgästen nach dem tat­sächlichen Preis. Ein Zuschlag für grö­ßere Gepäckstücke ist normal.

Taxis
Taxis sind nur in größeren Städten vorhanden. Der Fahrpreis sollte schon vor der Abfahrt vereinbart werden.
In Dörfern und kleineren Städten, so z.B. in Mbale oder Kabale, sind Motorrad-Taxis („Piki-Pikis“ oder „Motorbike Boda-Bodas“) und Fahrrad-Taxis („Boda-Bodas“) verbreitet.

Leihwagen und eigenes Auto

Leihwagen sind in Uganda bislang recht teuer. Preise von 35–60 Euro für einen normalen PKW und 70–150 Euro für einen Landrover/Toyota Land­cruiser inklusive Fahrer sind normal. Hinzu kommen teilweise noch Kilometerpauschalen. Leihwagen mit Fahrer sind die Regel und unbedingt zu empfehlen. Bei einigen Safariunternehmen, die Geländewagen verleihen, sind im Preis bereits die Benzinkosten und die Spesen des Fahrers enthalten. Es ist üblich, Rabatte für längere Leihperioden zu gewähren. Kleinere Leihfahrzeuge wie z.B. Suzuki-Jeeps gibt es in Kampala kaum. Eine empfehlenswerte Firma für das Anmieten von Fahrzeugen ist z.B. City Cars in Kampala (Adresse siehe „Kampala“). Selbstfahrer brauchen in Uganda und Ruanda unbedingt einen internationalen Führerschein.
Wer ein eigenes Fahrzeug für Uganda Reisen mitbringt, braucht als „Zoll­sicherheit“ ein gültiges Carnet de passages, das in Deutschland über den ADAC (www.adac.de) ausgestellt wird. Es ist eine Art Stra­ßenbenutzungsge­bühr („Visitor’s Li­cense“) von 20–80 Euro (je nach Fahrzeuggewicht) zu bezahlen, der Abschluss einer Haftpflichtversicherung (ca. 20 Euro, Gültigkeit vier Wochen) ist obligatorisch. In Uganda herrscht Linksverkehr. In Kampala gibt es recht gute Reparaturwerkstätten für die gängigen Marken (Landrover und japanische Fabrikate).
Es ist auch möglich, den von vielen Matatu-Fahrern und manchen Taxifahrern angebotenen Fahrzeugverleih, „Special Hire“ genannt, zu nutzen. Die Preise liegen ähnlich hoch wie bei den Leihwagen, doch kann man gelegentlich durch gutes Verhandeln einen akzeptablen Betrag erzielen – eine überlegenswerte Option für spontane Fahrten in abgelegene Regionen oder Nationalparks.

Straßennetz
Das Straßennetz Ugandas hat in den letzten Jahren umfangreiche Verbesserungen erfahren, die unter der Ägide der Uganda National Roads Authority (UNRA, www.unra.go.ug) fortgesetzt und erweitert werden. Die Hauptstre­cken bei Uganda Reisen wie Kampala – Jinja – Tororo – Mbale – So­roti und Kampala – Masaka – Mbarara – Kabale sowie die Strecken Kampala – Gulu/Lira und Mbarara – Kasese – Fort Portal sind asphaltiert, auch die Strecke Kampala – Mubende – Fort Portal. In passablem Zustand war zuletzt auch die bislang unbefestigte Pis­te von Kabale nach Kisoro; mit Asphaltierungsarbeiten wurde Ende 2007 begonnen, ein Abschluss der Arbeiten ist bis Mitte 2011 vorgesehen. Der Zustand der Schotterstraße Fort Portal – Hoima – Masindi wechselt (Asphaltierungsarbeiten sind ab 2010 geplant). Auf allen nicht befestigten Straßen und Pisten brauchen Sie in der Regenzeit, nach Regenfällen auch in der Trockenzeit, ein Fahrzeug mit Allradantrieb (4WD).

Sonstige Verkehrsmittel

Fahrrad
Uganda eignet sich prinzipiell gut, um Afrika mit dem Fahrrad zu erleben. Die Steigungen sind nicht zu extrem, die Verkehrsdichte ist niedrig. Dies gilt nicht für den Großraum Kampala und die großen Überlandstrecken, wo hohes Verkehrsaufkommen und rücksichtsloser Fahrstil Fahrradfahrer in besonderem Maße gefährden. Mit dem Fahrrad erreicht man die abgelegensten Gegenden und ist vom sonstigen Transportsystem unabhängig. Die meisten Busse können Fahrräder auf dem Dach oder im Laderaum mitnehmen. Alle gro­ßen Airlines befördern gegen einen Aufpreis auch Fahrräder. Die Luft muss vor dem Einchecken abgelassen, Pedale müssen abmontiert werden, der Lenker muss quergestellt sein.
Ansonsten bleibt die Möglichkeit, ein Fahrrad vor Ort zu kaufen. Modelle europäischen Zuschnitts (z.B. Mountain-Bikes) sind in Uganda allerdings nur begrenzt zu bekommen (Nairobi/Kenia verfügt über eine bessere Auswahl). Die in Uganda verbreiteten chinesischen und indischen Fahrräder eignen sich höchstens für Tagestouren (Kostenpunkt 40–50 Euro).

Per Anhalter
Mitfahrgelegenheiten auf Trucks (LKW) und Privatfahrzeugen sind auf den Hauptstrecken kein Problem. Häu­fig wird eine Bezahlung erwartet. In der DR Kongo stellt die Mitfahrt auf Trucks ein wesentliches Mittel zur Fortbewegung dar.

RKHLogokleinText aus "Reise-Handbuch Uganda, Ruanda" 
von Christoph Lübbert,
Reise-Know-How Verlag,
Bielefeld, 2010